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Riesenschritt zum Wohlbefinden1,2

Bewegung bedeutet Lebensqualität. Jeder weiß, dass die Augen die Fenster der Seele sind. Ähnlich spiegeln das äußere Erscheinungsbild und die Vitalität des Körpers die Gesundheit des Immunsystems wider. Und nichts verbessert die Leistungsfähigkeit des Körpers so sehr und steigert das Wohlbefinden mehr als regelmäßige Bewegung.

Bei den meisten Menschen ist die stärkste Motivation, um körperlich aktiv zu sein, die Freude an der Bewegung selbst. So ist die beste Möglichkeit, rasch Energie zu tanken, die Bewegung. Egal ob Spazierengehen in der Natur, Gartenarbeit oder Sport. Bereits ein kurzer Spaziergang vertreibt Müdigkeit, baut Spannungen ab und fördert die geistige Beweglichkeit. Durch regelmäßige Wiederholung kräftigen Sie Ihre Muskeln, stärken das Herz und verbessern die Funktionsfähigkeit der meisten anderen Organe.

Das Immunsystem bzw. seine Abwehrarbeit wird durch Bewegung unterstützt. Durch körperliche Bewegung kommt es zur:

  • Förderung der Durchblutung
  • Intensivierung der Atmung
  • Anregung zum Schwitzen
  • Zunahme der Muskelaktivität
  • Steigerung des Selbstbewusstseins und der Selbstachtung

Unser Körper ist auf Bewegung „programmiert“. Doch viele Menschen haben sich an ein Leben gewöhnt, das ohne viel Bewegung auskommt, da wir in einer Zeit leben, die von Mobilität und Zeitmangel geprägt ist. Egal ob es der Weg zu der Arbeit, der Schulweg, der Weg für Einkäufe oder auch um Freunde und Familie zu besuchen ist – die meisten Strecken werden mit motorisierten Verkehrsmitteln zurückgelegt.

Bewegungsmangel ist ein immer größeres Thema und verursacht viele Gesundheitsprobleme. Der natürliche Energieumsatz des Menschen pro Tag würde einer Gehstrecke von rund 20 bis 25 Kilometer entsprechen. Tatsächlich legen die Menschen heute im Durchschnitt nur ein bis zwei Kilometer zurück. Der Preis für diesen Bewegungsmangel ist bei vielen Menschen starkes Übergewicht und ein höheres Erkrankungsrisiko.

„Aktive Mobilität" im Alltag bietet die Chance, etwas Gutes für die Gesundheit zu tun. Unter „Aktiver Mobilität“ wird jede Fortbewegung von „A“ nach „B“ aus eigener Muskelkraft verstanden. Dazu gehören vor allem Zufußgehen und Radfahren, aber auch Laufen oder die Fortbewegung mit Inline Skates oder Skateboards.

„Die beste körperliche Stärkung erreicht man durch Bewegung, und von allen Bewegungsarten ist das Gehen die Beste.“
Thomas Jefferson, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1743-1826)

Zehn Tipps für gesundes Sporteln2:

1. Vor Sportbeginn zum ärztlichen Gesundheitscheck

  • Besonders für Anfängerinnen/Anfänger und Wiedereinsteigerinnen/Wiedereinsteiger über 35 Jahre. -Bei Vorerkrankungen oder Beschwerden.
  • Bei Risikofaktoren: Rauchen, Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Diabetes, Bewegungsmangel, Übergewicht.

2. Sportbeginn mit Augenmaß

  • Training langsam beginnen und die Belastung steigern.
  • Möglichst unter Anleitung (Verein, Lauftreff, Fitness-Studio) trainieren.

3. Überbelastung beim Sport vermeiden

  • Nach dem Sport darf eine "angenehme" Erschöpfung eintreten.
  • Laufen ohne (starkes) Schnaufen.
  • Sport soll Spaß, keine Qualen bereiten.
  • Besser „länger und locker“ als „kurz und heftig“.

4. Nach der Belastung ausreichende Erholung

  • Auf ausreichende Regeneration und Schlaf achten.
  • Nach intensivem Training „lockere“ Trainingseinheiten einplanen.

5. Sportpause bei Erkältung und Krankheit

  • Bei Husten, Schnupfen, Fieber, Grippe oder sonstigen akuten Erkrankungen: besser eine Sportpause.

6. Verletzungen vorbeugen und ausheilen

  • Aufwärmen und Dehnen nicht vergessen.
  • Verletzungen brauchen Zeit zum Ausheilen.
  • Schmerzen sind Warnzeichen des Körpers.
  • Im Zweifelsfall Ihre Ärztin/Ihren Arzt fragen.

7. Sport an Klima und Umgebung anpassen

  • Kleidung soll vor allem angemessen und funktionell sein.
  • Luftaustausch beachten, an Witterung anpassen.
  • Kälte: warme Kleidung, windabweisend, durchlässig für Feuchtigkeit (Schweiß) nach außen um Erfrierungen oder Unterkühlungen zu vermeiden.
  • Hitze: luftige Kleidung, Training reduzieren, Flüssigkeitszufuhr beachten.
  • Höhe: angepasste Kleidung und Trinkverhalten um einer Höhenkrankheit vorzubeugen.
  • Bei Belastungen der Luft (Schadstoffe, Ozon): Training reduzieren, Sport am Morgen oder Abend.

8. Auf richtige Ernährung und Flüssigkeitszufuhr achten

  • Ernährung beim Sport: Kost kohlenhydrat- und ballaststoffreich, fettarm („mediterane Kost“), Kalorien dem Körpergewicht anpassen.
  • Flüssigkeitsverlust nach dem Sport durch mineralhaltiges Wasser ausgleichen, bei Hitze mehr trinken.

9. Sport an Medikamente und Alter anpassen

  • Medikamente sowie deren Einnahmezeitpunkt und Dosis dem Sport anpassen.
  • Sport im Alter ist sinnvoll und notwendig.

10. Sport soll Spaß machen

  • Auch die „Seele“ lacht beim Sport.
  • Gelegentlich die Sportart wechseln: Abwechslung ist wichtig.
  • Gemeinsam macht‘s mehr Spaß – in der Gruppe oder im Verein.
  • Sport auch im Alltag: Treppen steigen statt in den Lift steigen, schnelles Gehen etc.

Damit Sie Ihrem Entschluss, sich mehr zu bewegen, treu bleiben, muss es Ihnen Spaß machen. Die Chance, dass Sport zu einem unverzichtbaren Teil des Alltags wird, steigt, wenn Sie eine Sportart auswähle, die Sie gerne betreiben.

 

                                                                                                                                           

1Vgl. Reader’s Digest; Die natürlichen Abwehrkräfte aktivieren – so stärken Sie Ihr Immunsystem
2Vgl. Gesundheit.gv.at: Bewegung [online] https://www.gesundheit.gv.at/leben/bewegung/inhalt