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Die Allergiesaison1,2,3

Gräser- und Blütenpollen sorgen von Jahr zu Jahr immer früher für verstopfte Nasen, tränende Augen und können sich, sofern unbehandelt, in eine asthmatische Erkrankung entwickeln. Wenn die Symptome über mehrere Wochen anhalten und sich bei schönem Wetter verschlimmern, kann dies schnell zu einer harten Belastungsprobe werden. Der Wind verstreut die Pollen in der Luft und bei Berührung mit den Schleimhäuten und Atemwegen werden Proteine freigesetzt.

Wenn die Nase läuft und die Allergie sich häuft

Damit Sie für den Frühlingsanfang und Ostern bestens gerüstet sind, haben wir für Sie die wichtigsten Pollenbelastungen im März und April zusammengefasst:

Hasel (Corylus)

Die Hasel gehört zu den Birkengewächsen und blüht zwischen Jänner und April. Die stärkste Belastung spürt man allerdings im März. Häufig findet man sie am Waldesrand und in Mittelgebirgslagen. Kreuzreaktionen in Form einer Nahrungsmittelallergie sind mit der Haselnuss, sowie mit den Pollen der Birke, Erle und der Hainbuche möglich.

Ulme (Ulmus)

Wie der Name schon vermuten lässt, gehört die Ulme zu den sogenannten Ulmengewächsen. Ihre Blütezeit erstreckt sich im Zeitraum von Mai bis Juni. Die stärkste Belastung nimmt man im März wahr. Die Ulme ist in weiten Teilen Europas verbreitet und ihre Allergenität ist eher gering.

Esche (Fraxinus)

Zu der Gruppe der Ölbaumgewächse zählt die Esche, diese blüht von März bis Mai. Die höchste Belastung ist Ende März und Anfang April wahrzunehmen. Kreuzreaktionen können zum Ölbaum, Liguster, Flieder und Jasmin entstehen.

Birke (Betula)

Die Birke gehört zu den Birkengewächsen und ist in Europa weit verbreitet. Ihre Blütezeit erstreckt sich von April bis Mai, wobei im April die stärkste Belastung zu spüren ist. Die Birke gilt als hoch allergen und reagiert sehr häufig mit Pollen von Hasel, Erle und Hainbuche. Auch Nahrungsmittelallergien auf Äpfel, Steinobst und Nüsse sind möglich.

Buche (Fagus)

Zu der Gattung Buchengewächse ist die Buche zugehörig. Sie blüht von Mai bis April, die höchste Belastung spürt man Ende April. Die Allergenität ist sehr gering, jedoch kann eine Kreuzreaktion auf Birkenpollen bestehen.

Eiche (Quercus)

Auch die Eiche zählt zu der Gattung der Buchengewächse. Ihre Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni. Ende April spürt man die Belastung der Pollen jedoch am meisten. Eine Allergie auf die Eiche ist sehr selten, es kommt häufiger zu Kreuzreaktionen mit Pollen der Bike oder Buche.

Wir haben für Sie Tipps zusammengefasst, welche Linderung versprechen:

  • Salzhaltige Nasensprays, Augentropfen, Antihistaminika, Kortisonsprays
  • Behalten Sie den Pollenflug im Auge: Lüften Sie nur zu pollenarmen Zeiten und lassen Sie die Wäsche nicht im Freien trocknen
  • Üben Sie Aktivitäten im Freien nur bei gemäßigter Blütenstaubbelastung aus
  • Halten Sie während des Autofahrens die Fenster geschlossen
  • Pollen haften sich gerne an Kleidung und Haaren an. Spülen Sie diese durch tägliches Haare Waschen aus

                                                                                                                                           

 

1Vgl. Österreichische Apothekerkammer[o.J.]: Pollenallergie: Tipps aus der Apotheke [online] http://www.apotheker.or.at/Internet%5COEAK%5CNewsPresse_1_0_0a.nsf/webTop/8ECF9918D7B1387AC125758B0041EA5A!OpenDocument [12.03.2019]

2 Vgl. https://www.pollenwarndienst.at [12.03.2019]

3Vgl. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Zuberbier (Juli 2016) :Pollenallergie, ECAR - European Centre for Allergy Research Foundation http://www.ecarf.org/info-portal/allergien/pollenallergie/ [12.03.2019]