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Kirsche

Prunus avium/Prunus cerasus

Engl.: Sweet/Sour cherry

Franz.: cerise/griotte

Süßkirschen wurden aus auch heute noch in Europa, Asiern und Nordamerika wild wachsenden Vogelkirschen gezüchtet, die schon bei Steinzeitmenschen verwendet wurden. Sauerkirschkerne wurden in römischen Pfahlbausiedlungen gefunden. Kirschen sind Rosengewächse, die zu den Steinfrüchten gezählt werden. Die extreme Vielfalt beinhaltet zuckersüße bis extrem saure Sorten.

Kirschbäume können bis zu 20 m hoch werden. Sie sind sehr anspruchslos, wachsen auf kargem Boden und liefern auch im Schatten sehr gute Erträge.

 

                           Quelle: fotolia

 

Gesundheitsinformationen

Kirschen enthalten eine ausgewogene Mischung an Vitaminen und Mineralstoffen, wobei besonders der Kaliumgehalt hervorsticht. Eine nachgewiesene schmerz- und entzündungshemmende Wirkung geht von den Anthozyanen aus, die den Kirschen die Rote Farbe geben -  je dunkelroter desto gesünder!

Beliebt sind auch Kirschkernkissen zur Wärme- oder Kältetherapie. Diese kann man leicht selbst herstellen, indem man 1 h lang ausgekochte, trockene Kirschkerne in kleine Baumwoll- oder Leinensäckchen einnäht. 30 bis 60 Sekunden in der Mikrowelle oder 15 min bei 150° im Backrohr erwärmt lindern sie Halsschmerzen, Blähungen, Menstruationsbeschwerden, etc. In einem Plastikbeutel im Gefrierschrank gekühlt finden sie bei Zerrungen, Prellungen oder Verstauchungen Einsatz.

 

Inhaltsstoffe pro 100g Fruchtfleisch

Süßkirsche

   
 Brennwert

63,4 kcal

 Wasser

 82,6 g

 Eiweiß

0,9 g

 Fett

 0,3 g

 Kohlenhydrate

13,3 g

 Ungesättigte Fettsäuren

 0,1 g

 Vitamin A

14 µg

 Vitamin C

 15 mg

 Vitamin E

 0,1 mg

 Folsäure

6 µg

 Natrium

 3,0 mg

 Kalium

210 mg

 Kalzium

17,0 mg

 Phosphor

20,0 mg

 Magnesium

11,0mg

 Eisen

0,4 mg

 Zink

0,1 mg

Quelle: Ulmers großes Obst & Gemüse Buch; 2002

Einkaufstipps

Wichtig ist bei Kirschen, dass sie mit Stiel geerntet und verkauft werden, da sie sonst viel Saft verlieren. Wegen ihrer dünnen Schale und dem saftigen Fruchtfleisch sind Kirschen nicht lange haltbar, meist nur 1 bis 2 Tage im Kühlschrank. Am besten verwertet man Kirschen erntefrisch, da haben sie auch das meiste Aroma. Einfrieren ist bei Kirschen auch gut möglich, beim Auftauen verlieren sie jedoch viel Saft.

Die beste Konservierungsmethode für Kirschen ist das Einkochen als Marmelade, Kompott oder Gelee.

 

Quelle: fotolia

 

Unser Rezepttipp:

Vanille-Kirsch-Auflauf

Zutaten:
600 g Kirschen
400 ml Vollmilch
    2 Schoten Vanille 
    4 Eier
100 g Zucker
100 g Mehl
    1 Prise Salz 
  40 Butter
  60 g Mandelblättchen
    1 EL Kristall- oder Staubzucker

   

Zubereitung:

Für den Vanille-Kirsch-Auflauf die Kirschen waschen, entstielen und entsteinen. In den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Milch mit den aufgeschlitzten Vanilleschoten aufkochen. Vom Herd ziehen, abdecken und etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Die Eier mit den 100g Zucker weißschaumig aufgeschlagen, anschließend das Mehl und das Salz hinzufügen. Die Vanilleschoten entfernen und die aromatisierte Milch unter die Eiermasse rühren. Der Teig soll flüssig sein, ähnlich wie Palatschinkenteig.

Eine runde Auflaufform von 22cm Durchmesser großzügig mit der Butter fetten. Den Teig hineingießen, die entsteinten Kirschen und die Mandelblättchen dazugeben und den Auflauf 30 Minuten im Ofen stocken lassen.

Den fertigen Auflauf aus dem Ofen ziehen und mit Staub- oder Kristallzucker bestreuen. Lauwarm servieren.(Quelle: www.ichkoche.at)


Gutes Gelingen!